Bunkerladies schlagen Todesfelde deutlich mit 36:25
Regensburg – Nach vier Wochen Wettkampfpause war der ESV 1927 Regensburg in der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen am Samstagabend heiß darauf, endlich wieder auf der Platte zu stehen und die Serie von drei Siegen fortzusetzen. Das Duell mit dem SV Todesfelde hielt noch einige Besonderheiten bereit: Zum einen war es das erste Kräftemessen mit dem Aufsteiger überhaupt, zum anderen stand der Spieltag ganz im Zeichen der Inklusion. Die Profis des Teams Bananenflanke waren als Einlaufkinder und später Fans Teil eines Abends, der zum Handballfest werden sollte.
Nach ausgeglichener Anfangsphase (4:3) zogen die Gastgeberinnen davon. Gleich mehrere Bunkerladies präsentierten sich in Topform: Melina Hahn orchestrierte den Angriff und fand in Caro Härtl, Maxie Fuhrmann und Franzi Peter sehr treffsichere Abnehmerinnen. Todesfelde musste nach gut zehn Minuten den Ausfall der Zweitliga-Toptorjägerin Franziska Haupt verkraften, die mit einer Oberschenkelblessur ausschied. Das erschwerte die ohnehin schon knifflige Ausgangslage.
Der ESV hatte mit Joelle Arno einen starken Rückhalt im Kasten und setzte Todesfelde mit Tempohandball konstant unter Druck. In einer Phase wurden jedoch drei Hundertprozentige in Reihe vergeben und zwei Ballverluste produziert. Todesfelde konnte daraus aber kein Kapital schlagen und so führten die Oberpfälzerinnen mit 15:10 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel veranlasste ein schneller 3:0-Lauf des ESV SV-Coach Henning Ammen nach nur etwas über drei gespielten Minuten zur Auszeit. Das Ruder rumreißen konnten die Gäste aber nicht mehr. Regensburg war an diesem Abend die deutlich bessere Mannschaft – und auch in Spielfreude. Eines der vielen Highlights war nach einem von Ella Jaeschke parierten Siebenmeter ein Anspiel hinter dem Rücken von Melina Hahn, das Lisa Schipper souverän verwandelte. Der Neuzugang überzeugte bei ihrem Saisondebüt nicht nur mit vier Toren.
Todesfelde setzte gegen die starke ESV-Deckung auf das 7:6, doch auch hier hatten die Bunkerladies fast immer die richtigen Antworten. Trainer Bernhard Goldbach konnte viel durchwechseln und sich am Ende über einen deutlichen 36:25-Erfolg freuen. „Ich hatte nach der langen Wettkampfpause und der beachtlichen Ergebnisse von Todesfelde gehörigen Respekt vor der Partie.
Die Mädels haben das aber super gelöst und ich bin mit der Mannschaftsleistung sehr zufrieden“, sagte Goldbach nach dem vierten Sieg in Serie. Sein Gegenüber Henning Ammen sprach bei dem Pressegespräch nach der Partie „von einem auch in der Höhe verdienten Sieg Regensburg“, da man mit rund 36 Prozent Angriffseffektivität kein Spiel gewinnen könne.
Mit nun 8:2 Punkten bleibt der ESV auf dem siebten Platz. Weiter geht es am 31. Oktober mit dem Auswärtsspiel bei der HSG Freiburg.
ESV 1927 Regensburg:
Tor: Arno, Jaeschke
Feld: F. Peter 7/1, Fuhrmann, Ehmann je 5, Schipper, Härtl je 4, Hahn 4/1, Lettl 3, Ewald, Mustafic, Kollmer, Kessler je 1 sowie Durankova

