Am Freitag, 21. August startet der ESV 1927 Regensburg in die Saison 2026/27 – und das gleich mit einem echten Highlight: In der ersten Runde des DHB-Pokals gastiert Erstligist Frisch Auf Göppingen um 20 Uhr im Bunker.
Pflichtspiele gegen ein Team aus dem Oberhaus sind extrem selten im Freistaat – und das obwohl sich die Bunkerladies bereits zum fünften Mal in Folge für den Pokalwettbewerb qualifiziert hatten. Die Losfee meinte es dabei aber nie gut mit den Regensburgerinnen und bescherte nicht weniger als vier Erstrunden-Auswärtsspiele. Einzig in der Saison 2022/23 war Bayerns besten Handballerinnen ein Weiterkommen und damit zwei Heimspiele in Serie vergönnt. Das Erreichen des Achtelfinals damals gegen Bensheim/Auerbach war der größte Erfolg im Pokal und auch das letzte offizielle Spiel gegen einen Erstligisten. Nun gibt es wieder eins und mit Frisch Auf Göppingen zog Fortuna einen alten Bekannten ans Land: Der Traditionsverein kreuzte zwei Jahre mit den Eisenbahnerinnen im Unterhaus die Klingen, bevor das Team von Trainer Nico Kiener in die Beletage aufstieg.
Dort schafften die Grün-Weißen zweimal souverän den Klassenerhalt und möchten auch in diesem Jahr nichts mit dem Abstiegsrennen zutun haben. Im vergangenen Jahr absolvierten die Göppingerinnen ein Trainingslager in Regensburg und der Kader hat sich kaum verändert: Mit Louisa de Bellis und Leonie Patorra hingen zwei langjährige Spielerinnen die Schuhe an den Nagel, dazu verließ Torhüterin Petra Hlogyik das Team. Als Neuzugänge kamen Matilda Ehlert aus Bensheim/Auerbach in ihre schwäbische Heimat zurück sowie die brasilianische Torhüterin Mikaela Sobrinho Possatti. Die bekanntesten Namen im Team sind damals wie heute Ex-Nationalspielerin Luisa Schulze (132 Länderspiele) sowie die aktuelle Nationalspielerin Luisa Scherer auf Rechtsaußen sowie die japanische Nationalspielerin Haruno Sasaki, die Dreh- und Angelpunkt ist.
Da Stammkeeperin Celina Meißner längerfristig mit Rückenproblemen ausfällt, wurde Frisch Auf nochmal auf dem Transfermarkt tätig und verpflichtete Natalia Krupa-Chlebik, die nach zwei Jahren bei den Füchsen Berlin in ihre polnische Heimat zurückgekehrt war. Zuvor hatte die 29-Jährige vor einem kurzen Intermezzo in der Schweiz von 2020 bis 2022 beim ESV gespielt und war mit den Bunkerladies in die 2. Liga aufgestiegen, wo das Team mit ihr als Stammkeeperin direkt bester Aufsteiger seit Gründung der eingleisigen 2. Liga geworden war. Doch damit nicht genug der Wiedersehen: ESV-Neuzugang Anna Ehmann trifft auf ihren Jugendverein. „Natürlich sind wir klarer Außenseiter, wollen aber mit dem Heimvorteil im Rücken couragiert auftreten und ein gutes Spiel machen“, sagt ESV-Bernhard Trainer Bernhard Goldbach. „Das Spiel ist ein echter Härtetest vor dem Ligastart beim Bergischen HC. Ich hoffe, dass die Handballfans der Region sich dieses Highlight nicht entgehen lassen und der Bunker noch vor dem Ligabeginn zum ersten Mal ausverkauft ist“, sagt der Sportliche Leiter Robert Torunsky.
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