Bunkerladies siegen im Jubiläumsspiel klar gegen Rostock

H.C. Wagner
Foto: H.C. Wagner

Vier Spielerinnen verlassen den ESV zum Saisonende

Regensburg – Zumindest hinsichtlich des Ergebnisses hätte der Saisonabschluss des ESV 1927 Regensburg kaum besser ausfallen können: Die Bunkerladies gewannen ihr 150. Spiel in  der eingleisigen 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen mit 27:18(13:8) gegen den Rostocker HC. Auch wenn Bayerns einziger Bundesligist schon deutlich besser gespielt hatte, war der Erfolg ungefährdet und bot den passenden Rahmen für die Verabschiedung von vier Spielerinnen nebst Jubiläumsfeierlichkeiten.

Der ESV war nicht nur in Bezug auf Formkurve und Platzierung klarer Favorit, zumal Rostock zusätzlich nicht nur auf einige Leistungsträgerinnen, sondern auch auf Trainer Dominic Buttig verzichten musste. Die Hitze im gut gefüllten Bunker half mit, dass sich ein sehr fehlerbehaftetes Spiel entwickelte. ESV-Coach Bernhard Goldbach hatte einige personelle Änderungen vorgenommen, dazu hatten einige Leistungsträgerinnen Probleme mit der Chancenverwertung. Da sich Regensburg bei zwei Zeitstrafen selbst schwächte und es weitere Hinausstellungen gab, musste Goldbach mit Julika Birnkammer und Maxie Fuhrmann sehr früh gleich auf zwei rotgefährdete Spierinnen reagieren. Trotz allem sorgte die Defensive mit einer gut aufgelegten Joelle Arno im Kasten  für eine 13:8-Pausenführung.

Der zweite Durchgang ist schnell erzählt: Das Heimteam hatte mehr personelle Ressourcen, und die tapfer kämpfenden Rostockerinnen mussten bald abreißen lassen. Julika Birnkammer trumpfte in ihrem letzten Spiel für die Bunkerladies noch einmal auf: Die in die 1. Liga zum VfL Oldenburg wechselnde Linkshänderin sicherte sich mit 163 Toren die interne Torjägerinnenkrone und gleichzeitig auch die der besten Feldtorschützin der gesamten Liga. Auch die ebenfalls scheidende Torhüterin Sophie Baur hatte einige tolle Paraden und wurde vom Publikum lautstark gefeiert. Das galt nach dem Schlusspfiff für alle Spielerinnen, die mit dem 19. Saisonsieg den Vereinsrekord weiter verbessert hatten. Der fünfte Sieg in Serie zementierte den sechsten Platz im Endklassement (38:22), einen Punkt hinter Solingen-Gräfrath, das gegen Waiblingen nichts anbrennen ließ. Damit platzierte sich der ESV zum fünften Mal in Folge unter Deutschlands besten Frauenhandballteams. Die Meisterschaft und den Direktaufstieg sicherte sich der HC Leipzig. 

Trainer Bernhard Goldbach bilanzierte: „Man hat heute deutlich gemerkt, dass nach einer langen Saison die Akkus leer waren. Mit einer weiteren Willensleistung haben sich die Mädels aber durchgekämpft und selbst belohnt. Insgesamt haben wir bis auf wenige Ausnahmen eine ganz starke Saison gespielt, ich bin sehr stolz auf die Mädels.“

Der Sportliche Leiter Robert Torunsky stieß bei seiner Abschlussrede ins gleiche Horn und würdigte das tolle Abschneiden. Er verabschiedete neben Julika Birnkammer und Sophie Baur (Erlangen) mit Lisa Opitz (Ketsch) sowie Diana Feles (Ziel unbekannt) noch zwei weitere liebgewonnene Spielerinnen, die sich im letzten Auftritt ebenfalls auszeichnen konnten und gern gesehene Gäste an der Dechbettener Brücke sein werden.

ESV1927 Regensburg:

Tor: Arno, Baur, Jaeschke

Feld: Birnkammer 7, Hahn 4/1, Feles, Kollmer, F. Peter je 3, Ewald, Lettl je 2, Fuhrmann, Opitz, Stürenburg je 1 sowie Kessler, Mustafic und Härtl

DHB Pokal

03.09.23

30:28

ESV 1927

2. Liga