Regensburg – Der Auftakt in die Saison 2026/27 verlief für den ESV 1927 Regensburg in etwa wie erwartet: In der ersten Runde des DHB-Pokals unterlagen die Bunkerladies am Freitagabend Bundesligist Frisch Auf Göppingen mit 19:32(11:15). Die Gäste von der schwäbischen Alb waren zwar eine Nummer zu groß, doch die Oberpfälzerinnen hätten das Ergebnis durchaus freundlicher gestalten können. „Bis etwa zur 45. Minute haben wir ordentlich mitgehalten, in der Schlussphase hat die schlechte Chancenverwertung für das deutliche Ergebnis gesorgt“, bilanzierte ESV-Trainer Bernhard Goldbach.
Im ersten Durchgang stellte Göppingen die ESV-Deckung vor allem durch seine 1,90 Meter große Kreisläuferin Luisa Schulze vor Probleme. Die personifizierte Exit-Strategie nutzte ihre körperliche Überlegenheit aus: Die Ex-Nationalspielerin (132 Länderspiele) erzielte einige Tore und riss mehrere Siebenmeter. Hier machte sich auch das Fehlen von Lisa Schipper im Innenblock bei den Regensburgerinnen bemerkbar: Die Kreisläuferin hat sich in der Vorbereitung die Mittelhand gebrochen.
Mit Linkshänderin Theresa Lettl stand eine weitere Leistungsträgerin, deren Wurfkraft gegen die starke Frisch Auf-Deckung gut getan hätte, nicht zur Verfügung. Aber auch Göppingen musste mit Luisa Scherer und Stephanie Ehlies auf zwei etablierte Kräfte verzichten. Die Gäste produzierten weniger Fehler und nutzten auch die lange Leine der Schiedsrichter besser aus. Gestützt auf eine stark parierende ESV-Torhüterin Joelle Arno ließen sich die Bunkerladies aber nicht abhängen. Zwei teure Ballverluste in der Vorwärtsbewegung kosteten dann eine noch deutlich bessere Ausgangsposition als das respektable 11:15 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel blieben die Oberpfälzerinnen einige Zeit noch im Spiel, doch dann scheiterte der Angriff immer öfter an der nachverpflichteten Ex-Regensburgerin Natalia Krupa im Göppinger Kasten und weitere Male am Holz. ESV-Coach Goldbach nutzte das entschiedene Spiel dazu, allen 16 Spielerinnen Anteile zu geben. „Wir haben phasenweise eine richtig gute Abwehr gestellt und auch im Angriff sehr ordentliche Aktionen gehabt. Leider sind wir insgesamt deutlich zu oft an den Torhüterinnen gescheitert.“ Gegen eine starke gegnerische Deckung müsse man mitunter etwas riskieren, aber die hohe Anzahl an vermeidbaren Ballverlusten schmeckte dem Übungsleiter nicht.
ESV 1927 Regensburg:
Tor: Arno, Jaeschke
Feld: F. Peter 6/3, Fuhrmann 3, Kessler, Kollmer, Mustafic je 2, Durankova, Ehmann, Ewald je 1, Hahn 1/1 sowie Härtl, Bachmaier, L. Goldbach und Stürenburg
