Regensburg – Nach zwei „Ochsentouren“ nach Rostock und Bremen in Serie steht für den ESV 1927 Regensburg am Samstag endlich wieder ein Heimspiel in der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen an: Der VfL Waiblingen gibt beim ersten Heimspiel der Rückrunde seine Visitenkarte bei dem Duell der Tabellennachbarn ab. Die Tigers liegen mit 17:13 Punkten auf Rang acht einen Platz hinter den Gastgeberinnen (18:14) notiert.
Der Ex-Bundesligist, der in der Vergangenheit viele Trainerwechsel zu verzeichnen hatte, präsentiert sich in dieser Spielzeit unter dem neuen Übungsleiter Michael Stettner und seinem Staff deutlich stabilisiert. Das erlebten die Regensburgerinnen auch im Hinspiel, als man mit 23:29 unterlag. Seinerzeit thronte Waiblingen sogar an der Tabellenspitze, die Kreuzbandverletzung von Spielmacherin Belen Gettwart hat das Team aber zwischenzeitlich zurückgeworfen. Mittlerweile haben sich die Spielerinnen aber auf die neue Konstellation eingestellt und die zwischenzeitliche Ergebnisdelle überwunden. Basis für die Erfolge waren die bisweilen kompromisslose Abwehrarbeit und das Gegenstoßspiel über die Außen Maren Keil und Maxime Luber. Letztere holte zuletzt beim glücklichen Heimunentschieden mit zwei Treffern in der Schlussphase zumindest noch einen Teil der Kohlen aus dem Feuer.
Für die Bunkerladies ist das Heimspiel gegen Waiblingen gleich aus mehreren Gründen wichtig: Zum einen möchten sich die Schwarz-Blauen für den schwächeren Auftritt in Bremen vor Wochenfrist und das letzte, sehr unglücklich verlorene Heimspiel gegen Freiburg rehabilitieren. Zum anderen steht auch der Revanchegedanke weit oben auf der Prioritätsliste: Sowohl das Hinspiel als auch das letzte ESV-Heimspiel in der Vorsaison konnten die Gäste für sich entscheiden. „Im Februar stehen drei Heimspiele an und wir möchten gleich das erste für uns entscheiden“, sagt der Sportliche Leiter Robert Torunsky, auch wenn das gegen die Gäste aus Baden-Württemberg ein hartes Stück Arbeit werde.
Trainer Bernhard Goldbach war mit dem Spiel in Bremen sehr unzufrieden und hat mit seinem Staff an vielen Stellschrauben zu drehen. Dass sein Team wesentlich besser spielen kann, ist auch an der guten Platzierung abzulesen. Jetzt gelte es, eine Reaktion zu zeigen. „Wir müssen den Kampf annehmen und dürfen uns von Härte oder Negativerlebnissen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Mit der Unterstützung der Fans wollen wir ein anderes Gesicht zeigen und uns gegen die Tigers die Punkte krallen“, sagt der Übungsleiter. Personell sah es zu Wochenbeginn gut aus. Auch Theresa Lettl steht nach ihrer in Rostock erlittenen Nasenverletzung wieder im Aufgebot. Anwurf im Bunker ist wie gewohnt um 18.30 Uhr.

