Mit Roland Feierle hat die zweite Frauenmannschaft des ESV 1927 Regensburg einen neuen Trainer. Der Architekt im (Un)Ruhestand soll eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen und die Talente aus der Jugend an höhere Aufgaben heranführen. Feierle folgt auf Christopher Seel, der zurück in seine oberfränkische Heimat gezogen ist und sich den Regionalliga-Männern von Haspo Bayreuth angeschlossen hat.
„Als Zweitliga-Reserve nimmt das Juniorteam eine wichtige Rolle ein. Wir sind deshalb froh, mit Roland einen hochmotivierten Fachmann gewonnen zu haben, der mit seiner angenehmen Art gut ankommt“, sagt Robert Torunsky. Der Sportliche Leiter kennt und schätzt den Übungsleiter schon lange aus gemeinsamen Tagen beim Handball-Bezirk Ostbayern. Dort war Feierle in der Bezirksspielleitung als stellvertretender Vorsitzender maßgeblich für die damalige Strukturreform mitverantwortlich und Torunskys Vorgänger als Verantwortlicher für die Talentförderung. Roland Feierle, dessen Sohn Daniel einer der Hallensprecher bei den Bunkerladies-Heimspielen ist, besuchte häufig die Zweitliga-Partien.
„Ich bin vom ESV angesprochen worden und die Vereinsverantwortlichen haben mich in den Gesprächen absolut überzeugt. Der Verein hat eine hervorragende Infrastruktur und verfolgt eine klare, ambitionierte sportliche Vision. Nach der Zeit bei meinem vorherigen Verein suchte ich eine neue Herausforderung und die Frauen-Regionalliga bietet dafür das perfekte, extrem reizvolle Umfeld.“
Der Vollbluthandballer war jahrzehntelang Abteilungsleiter beim TSV Berching in seinem Geburtstort. Dort zeichnete er als Funktionär und Trainer für die Entwicklung der Frauenmannschaften verantwortlich, die im Aufstieg in die damalige Bayernliga, heutige Regionalliga gipfelte.
Nach einer berufsbedingten Pause war Feierle zuletzt wieder bei seinem Heimatverein aktiv. Die ersten Eindrücke seiner Mannschaft waren schon bei den Probetrainingseinheiten sehr gut. „Die Mannschaft hat mich von der ersten Minute an extrem positiv aufgenommen. Die Mädels ziehen im Training voll mit und bringen eine enorme Leistungsbereitschaft sowie eine tolle Mentalität mit. Wir haben hier eine gute Mischung aus erfahrenen Leistungsträgerinnen und hungrigen Nachwuchstalenten, auf der sich in den kommenden Wochen und Monaten gut aufbauen lässt.“
Feierles Ziele und Philosophie: „Ich stehe für einen aktiven, mutigen Handball. Fundament für unseren Erfolg wird eine flexible, antizipative Deckung sein, aus der wir mit Tempo nach vorne stoßen. Jede Spielerin soll – auf Basis der taktischen Disziplin natürlich – die Freiheit haben, kreative Entscheidungen zu treffen. Unser Ziel ist es auch, den mannschaftlichen Zusammenhalt weiter zu stärken und vor allem jede einzelne Spielerin in unserem Kader individuell besser zu machen. Wenn wir unser spielerisches Potenzial stabil abrufen, werden sich die tabellarischen Erfolge automatisch einstellen.“
Herzlich willkommen, Roland!
