Rekordmeister und Aufstiegsfavorit kommt in den Bunker

H.C. Wagner
Foto: H.C. Wagner

Anpfiff am Samstag um 18:30 Uhr gegen den HC Leipzig

Regensburg – Vier Wochen mussten die treuen Fans des ESV 1927 Regensburg in der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen auf ihre Bunkerladies verzichten, am Samstagabend um 18.30 Uhr ist endlich wieder Heimspiel. Und was für eins, denn mit dem HC Leipzig kommt der deutsche Rekordmeister, Tabellenführer und Aufstiegsfavorit an die Donau gereist. Bei den Sächsinnen gehen – wie beim Überraschungsei – also drei Dinge auf einmal, doch genau als solches entpuppte sich das Team von Trainer Erik Töpfer an den vergangenen drei Spieltagen: Drei Unentschieden in Folge zeugen von einer plötzlich aufkommenden „Meisterflatter“. 

Während Leipzig bis Mitte Februar verlustpunktfrei an der Tabellenspitze thronte und angesichts der Dominanz eine blütenweiße Weste in der kompletten Runde vorstellbar schien, hat die Niederlage in Bremen dem HC den Nimbus der Unbesiegbarkeit genommen. Den Aufstieg in die Beletage vor den Augen, ist der Vorsprung durch die drei Punkteteilungen zuletzt auf nur noch drei Zähler (37:5) eingedampft. Und Leipzig muss sowohl noch bei den ebenfalls aufstiegswilligen Teams aus Nürtingen (34:8) und Berlin (34:8) antreten.

Doch das ist Zukunftsmusik, erstmal steht der Auftritt im Bunker an, wo es schon denkwürdige Spiele zwischen den beiden Teams gab: besonders präsent ist das 30:30-Unentschieden im Dezember 2024, als der vermeintliche Siegtreffer von ESV-Rückraumspielerin Maxie Fuhrmann eine Sekunde zu spät im Leipziger Tornetz zappelte. So ein Remis würden die Regensburger Spielerinnen und Verantwortliche heuer mit Kusshand nehmen, denn Leipzig ist trotz der aktuellen Mini-Formdelle in dieser Saison noch eine ganze Ecke stärker geworden. Aber an der Dechbettener Brücke haben schon mehrfach Teams in der Vergangenheit wichtige Punkte im Aufstiegsrennen liegenlassen.

ESV-Trainer Bernhard Goldbach erhofft sich deswegen „ohne jeden Druck“ eine couragierte Vorstellung seiner auf Paltz sieben notierten Mannschaft. So wie bei der knappen Niederlage in Rödertal vor Wochenfrist, gerne mit einer Portion mehr Spielglück. „Wir brauchen Entschlossenheit, eine niedrige Fehlerquote und eine starke Torhüterleistung“, fasst der Übungsleiter wesentliche Punkte für ein gutes Spiel zusammen. Auch im Hinspiel in Leipzig hielten die Regensburgerinnen lange mit, bevor eine zu hohe Fehlerquote und die Kaderbreite des Gegners im Schlussdrittel der Partie für einen sehr klaren Ausgang sorgten.

Mit den eigenen Fans im Rücken ist vielleicht noch mehr möglich. „Unsere Fans sind gefordert, denn die Leipziger Schlachtenbummler sind zahlreich und laut“, sagt der Sportliche Leiter Robert Torunsky. Auch die Sportfans der Region sollten sich das Duell nicht entgehen lassen, denn es ist gut möglich, dass der große Name HC Leipzig erstmal für längere Zeit nicht mehr zu einem Pflichtspiel im „Bunker“ auftaucht.              

Tickets: 

Tickets können bis Samstag um 12 Uhr unter Tickets reserviert werden. Es wird auch ein Kontingent an der Abendkasse geben. Den Zuschauern wird aufgrund des erwarteten Interesses und der freien Platzwahl eine frühe Anreise empfohlen. Erstmalig ist mit Partner Brauerei Bischofshof eine kleine Fanzone vor der Halle als Treffpunkt eingerichtet, die auch nach Spielende zum Fachsimpeln einlädt.

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