Nach dem Fasching wird es ernst

H.C. Wagner
Foto: H.C. Wagner

Bunkerladies empfangen Werkselfen

Regensburg – Die seit Dezember andauernde Mammutserie von elf Pflichtspielen ohne freies Wochenende in der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen nähert sich dem Ende: Die Bunkerladies dürfen vor der spielfreien Zeit noch zwei Heimspiele im geliebten „Bunker“ an der Dechbettener Brücke austragen. Mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen (13., 7:29 Punkte) und der SG 09 Kirchhof (15., 6:28) kommen zwei Teams an die Donau gereist, die im Abstiegskampf stecken und dementsprechend punkten müssen.

Der Kampf um den Klassenerhalt ist an den vergangenen beiden Spieltagen noch intensiver geworden, denn die Mannschaften zwischen Platz 13 und 16 – aufgrund des Lizenzentzugs von Ex-Meister Ludwigsburg steigen heuer nur der Vorletzte und der Letzte aus dem Unterhaus ab – tauschen fleißig die Plätze: War am 17. Spieltag noch Kirchhof mit dem überraschenden Heimsieg gegen den Bergischen HC obenauf, hatten am 18. Spieltag Lintfort (14., 7:29) mit dem 24:24-Remis im Derby gegen den Bergischen HC und vor allem Leverkusen mit dem 42:26-Kantersieg über Mitkonkurrent Kirchhof gut lachen.

Die Werkselfen kletterten dadurch zwei Plätze und konnten entspannter Karneval feiern. Dass der Ex-Bundesligist mit diesem Kader so weit unten steht, ist ohnehin ein Rätsel: Leverkusen verfügt über mehrere bundesligaerfahrene Spielerinnen sowie Legionärinnen im Kader. Prominenteste Spielerin ist sicherlich Annika Ingenpaß: Die Ex-Nationalspielerin bekleidet bei Bayer zugleich den Posten der Sportlichen Leiterin. Ebenfalls im Aufgebot steht Luise Gruber. Die aus Cham stammende Rechtsaußen spielte für den ESV in der Jugend und feierte für die „Eisenbahnerinnen“ seinerzeit auch ihr Zweitliga-Debüt. Die unbefriedigende Hinrunde kostete auch Ex-Bundestrainer Michael Biegler den Job an der Seitenauslinie. Seitdem fungiert Sybille Gruner als Cheftrainerin. 

Das Hinspiel Anfang Oktober in Leverkusen konnte Regensburg mit 32:27 gewinnen, doch für ESV-Trainer Bernhard Goldbach ist dies Vergangenheit: „Leverkusen hat viel Qualität im Kader und spätestens seit dem Kantersieg gegen Kirchhof Oberwasser. Auf eigenem Parkett wollen wir aber unsere Stärken auf die Platte bringen und zusammen mit unseren Fans den Gegner niederkämpfen.“

Auch der Sportliche Leiter Robert Torunsky warnt vor der Aufgabe: „Die Werkselfen sind gefährlich. Sie haben mit einem mehr als einem halben Dutzend erstligaerfahrenen Spielerinnen, einigen Legionärinnen und gut ausgebildeten Talenten deutlich mehr Potenzial im Kader als einige Mitkonkurrentinnen. Wir müssen da schon alles in die Waagschale werfen und brauchen auch die laute Unterstützung der Fans.“ Anwurf ist wie gewohnt um 18.30 Uhr.

DHB Pokal

03.09.23

30:28

ESV 1927

2. Liga