HG Jura – ESV 27 Regensburg II 36:37 (17:20)
Der ESV 27 Regensburg II hat sich in einem dramatischen Auswärtsspiel in der Tangrintel-Halle in Hemau knapp mit 37:36 gegen die HG Jura durchgesetzt. In einer torreichen Begegnung mit mehreren Wendungen und einer hochspannenden Schlussphase behielten die Regensburger letztlich die Nerven.
Besonders bemerkenswert: Die Gäste reisten mit einer zusammengewürfelten Mannschaft an. Aufgrund von Ausfällen und Überschneidungen fühlte sich das Team vor dem Spiel eher wie der „Zufallsgenerator ESV H2“ an – Spieler aus verschiedenen Konstellationen standen gemeinsam auf der Platte.
Diese Konstellation machte sich vor allem in der Defensive bemerkbar. Eine stabile Abwehrformation war über weite Strecken kaum vorhanden, was auch daran lag, dass viele Spieler in dieser Zusammensetzung noch nie gemeinsam verteidigt hatten. Entsprechend entwickelte sich ein sehr offensiv geprägtes Spiel mit vielen Treffern auf beiden Seiten.
Starker Beginn der Gäste
Der ESV erwischte dennoch einen guten Start in die Partie und setzte sich früh leicht ab. Mit hohem Tempo im Angriff und konsequenter Chancenverwertung erspielten sich die Gäste eine Führung, die sie bis zur Halbzeit auf 20:17 ausbauen konnten.
Torhüter Mario Friedl fand in der Kabine dennoch klare Worte:
„Jungs, drei Tore sind ok – aber das sollten wir ausbauen.“
HG Jura dreht das Spiel
Nach dem Seitenwechsel gelang der HG Jura zunächst die Wende. Vor allem über den treffsicheren Rückraum kämpften sich die Gastgeber zurück und nutzten eine schwächere Phase des ESV konsequent aus. Zwischenzeitlich lag Regensburg sogar mit vier Toren zurück, als Jura Mitte der zweiten Hälfte auf 28:24 stellte.
Doch die Gäste bewiesen Moral und kämpften sich Tor um Tor wieder heran. Besonders Philipp Wagner, der alle seine sechs Siebenmeter sicher verwandelte, sowie Franz Xaver Schuler und Nils Keller hielten den ESV im Spiel.
Umstrittene Entscheidung in der Schlussphase
In der dramatischen Schlussphase bekamen die Gäste wenige Sekunden vor dem Ende noch einen Siebenmeter zugesprochen. Die Entscheidung sorgte auf Seiten der Gastgeber für Diskussionen, doch der Schiedsrichter blieb bei seiner Linie und zeigte auf den Punkt.
Philipp Wagner übernahm Verantwortung und verwandelte in der 59:56 Minute nervenstark zum 37:36. Der letzte Angriff der HG Jura blieb ohne Erfolg – der Auswärtssieg für Regensburg war perfekt.
Nach dem Spiel brachte Mittespieler Fabian Weig die intensive Partie auf den Punkt:
„Das hat ordentlich Körner gekostet!“
Fazit
Trotz improvisierter Aufstellung, kaum eingespielter Defensive und einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand zeigt der ESV 27 Regensburg II große Moral. Der „Zufallsgenerator ESV H2“ wächst im Laufe des Spiels zusammen und belohnt sich mit einem Last-Second-Auswärtssieg – zwei hart erkämpfte Punkte in der Bezirksliga. 💪
