Bunkerladies besiegen auch die Dynamites

H.C. Wagner
Foto: H.C. Wagner

Regensburg  – Dritter Sieg in Serie für den ESV 1927 Regensburg: Die Bunkerladies beweisen im Schlussspurt der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen langen Atem und besiegen auch den 1. FSV Mainz 05. Das hart erkämpfte 30:27(15:12) festigt Rang sechs (34:22 Punkte) im Sechzehner-Feld, den es an den letzten beiden Spieltagen gegen den ebenfalls sehr formstarken SV Werder Bremen (30:26) zu verteidigen gilt.

Beiden Teams war am 28. Spieltag anzumerken, dass die Saison nun schon sehr lange dauert und die geistige Frische etwas fehlte. Das Resultat waren hüben wie drüben etliche Ballverluste. Die Abwehrreihen agierten sehr ordentlich – das passive Vorwarnzeichen der Unparteiischen kam sehr häufig zum Einsatz – und auch die Torhüterinnen beider Farben konnten sich mehrfach auszeichnen. Nach der ausgeglichenen Anfangsphase bestätigten die Gastgeberinnen ihre leichte Favoritenstellung und setzten sich etwas ab. Auffällig waren dabei beim ESV-Kreisläuferin Sophia Ewald und Theresa Lettl, die mit zwei Rückraum-Raketen das Tornetz extremen Belastungstests unterzog. Die Schlussphase verlief nicht optimal für die Bunkerladies, die eine noch bessere Ausgangssituation als die 15:12-Halbzeitführung durch einige unnötige Ballverluste verspielten.

Im zweiten Durchgang konnten die Oberpfälzerinnen den Vorsprung zunächst auf sechs Tore (19:13) ausbauen. Doch die Dynamites bewiesen Moral und profitierten bei ihrem Kreisläuferspiel auch von der Regelauslegung der Unparteiischen. Die Gäste bekamen für den Geschmack der Zuschauer deutlich zu viele Strafwürfe (10) zugesprochen und nutzten diese in Person von Juliane Specht konsequent aus. Ein 4:1-Lauf für das Team von Jörg Schulze, der wie erwartet häufig mit zwei Kreisläuferinnen und in Überzahl spielen ließ, brachte das Unentschieden. Als die im zweiten Abschnitt sehr starke Julika Birnkammer nach einer harten Attacke und fehlender Zeitstrafe für drei Angriffe auf die Bank musste, sah es so aus, als ob das Pendel zugunsten der Gäste ausschlagen würde. Das Heimteam hatte aber nun mächtig Wut im Bauch: Kapitänin Franzi Peter übernahm in der Crunchtime und die Mitspielerinnen nutzten die nun wieder sehr gut herausgespielten Möglichkeiten allesamt aus. Auch gegen die offene Deckung der Mainzerinnen wurden Lösungen gefunden und so der verdiente 30:27-Erfolg eingetütet. „Gegen einen unangenehmen und kampfstarken Gegner war das heute doppelt schwer – gerade weil wir uns phasenweise mit Fehlpässen und Stockfehlern selbst im Weg gestanden sind“, bilanzierte ESV-Trainer Bernhard Goldbach, bei dem aber die Freude über den bereits 17. Saisonsieg überwog: „Hintenraus haben wir unsere hohe Qualität an den Tag gelegt, klar gespielt und sind zu idealen Wurfpositionen gekommen.“

ESV 1927 Regensburg:

Tor: Arno, Jaeschke

Feld: F. Peter 6, Ewald, Birnkammer je 5, Hahn 4/2, Lettl 3, Kollmer, Feles je 2, Fuhrmann, Härtl, Kessler je 1 sowie Stürenburg, und Opitz

DHB Pokal

03.09.23

30:28

ESV 1927

2. Liga