Am Samstagabend stand das Derby gegen den ASV 1863 Cham auf dem Programm. Nachdem die Bunkerboys in der vergangenen Saison drei von vier möglichen Punkten in den direkten Duellen geholt hatten, durfte man motivierte Gäste erwarten. Verstärkt wurde die Motivation zudem durch die Entlassung ihres Trainers unter der Woche – gerade nach solchen Ereignissen sind Mannschaften oft besonders brandgefährlich. Trotzdem wollte der ESV das Spiel keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.
Die Bunkerboys starteten gut in die Partie und gingen schnell mit 3:1 in Führung. Über eine kompakte Abwehr und schnelle Angriffe erspielte man sich nach sieben Minuten eine 5:2-Führung. Danach häuften sich jedoch die technischen Fehler, und Cham fand zunehmend ins Spiel. In zur 15. Minute stand es 8:8 – ein offenes Spiel, in dem sich keine Mannschaft klar absetzen konnte. Im Angriff lief beim ESV nur noch wenig zusammen, während Cham jeden Fehler konsequent bestrafte. Unglückliche Schiedsrichterentscheidungen und mehrere fragliche Siebenmeter taten ihr Übriges, sodass der Rückstand bis zur Halbzeit auf 13:17 anwuchs.
Trainer Roy Müller versuchte in der Pause, seine Mannschaft wachzurütteln, doch der Start in die zweite Halbzeit misslang komplett. Cham zog Tor um Tor davon und in der 45. Minute betrug der Rückstand bereits sieben Tore. Manche in der Halle sahen das Spiel schon als verloren an. Das längst überfällige Time-Out setzte jedoch einen Ruck durchs Team: Die Bunkerboys holten Tor um Tor auf und kämpften sich bis zur letzten Spielminute auf 30:31 heran. Zur tragischen Figur des Abends wurde dann, der bis dahin überragende Vincent Deml: In einer Abwehraktion eroberte er den Ball, lief alleine auf den Torwart zu und scheiterte unglücklich – der Ball rutschte ihm beim Wurf über das Tor. So endete das Oberpfalzderby mit 30:31 für den ASV 1863 Cham.
Mit dem Abschluss der Hinrunde liegen die Bunkerboys bei 11:11 Punkten und damit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Dennoch hat die Mannschaft in allen Spielen gezeigt, dass sie jeden Gegner schlagen kann, wenn sie ihre Fehler minimiert und sich auf das eigene Spiel konzentriert. Nach einer kurzen Weihnachts- und Silvesterpause gilt es, genau daran zu arbeiten. Die Bunkerboys bedanken sich bei allen Fans und Helfern und wünschen eine ruhige und besinnliche Zeit.
Es spielten:
Tor: Barbir, Polnik
Feld: Elgeti (7 / davon 2 Siebenmeter), Heinle (6), Deml V. (6), Herzberg (4), Wittek (3), Groß (2), Rubner (1), Zulawski (1), Lang, Löw, Deml C., Uschold, Janes, Klenk
