Regensburg – Manchmal läuft es einfach: Mit einer bärenstarken Mannschaftsleistung als Basis gewann der ESV 1927 Regensburg am Samstagabend mit 33:22(13:11) gegen den Bergischen HC.
Das Duell der Tabellennachbarn – der Sechste traf auf den Siebten – war nur im ersten Abschnitt auf Augenhöhe: Dann rührten die Bunkerladies in der Abwehr Beton an und spielten sich auch im Angriff in einen Rausch, der in einem nicht für möglich gehaltenen Kantersieg mündete.
Zu Beginn hatten die Gastgeberinnen noch Probleme mit der individuellen Klasse des mit drei ehemaligen Erstliga-Spielerinnen besetzten Rückraums des Bergischen HC, der von ständig einlaufenden Außen unterstützt wurde. Nach gut einer Viertelstunde führten die Gäste aus Solingen mit 8:6 und ESV-Trainer Bernhard Goldbach griff zur Auszeit. Die zeigte direkt Wirkung, denn fortan war die Deckung griffiger. Ballgewinne – Torhüterin Joelle Arno setzte einige Glanzlichter –
wurden in erfolgreiche Schnellangriffe umgemünzt. Entscheidend war auch die Effektivität vom Punkt: Während die Löwinnen im Spielverlauf vier von sieben Strafwürfen ungenutzt ließen, zappelten alle sieben ESV-Siebenmeter im Netz. So erkämpfte sich Regensburg eine 13:11-Pausenführung.
Nach dem Seitenwechsel wurde die ESV-Deckung noch offensiver und stellte den BHC wie schon im Hinspiel vor enorme Probleme. Dazu war Keeperin Arno nun so richtig heiß gelaufen. Coach Goldbach nutzte die ganze Breite seines Kaders und brachte immer frische Kräfte, die sicht nahtlos einfügten. Exemplarisch zu nennen Maxie Fuhrmann, die mit zwei Treffern und einem sehenswerten Assist auf Sara Mustafic Akzente setzte. Die 22:15-Führung in der 43. Minute zwang BHC-Interimstrainerin Assina Müller zur Auszeit, doch auch in der Folgezeit zogen die Bunkerladies den Löwinnen den Zahn. Mit viel Tempo und Spielfreude wurde die Führung kontinuierlich und am Ende ein deutlicher 33:22-Sieg mit den Fans gefeiert.
„Zweimal gegen den BHC zu gewinnen – und dann beide Male ach sehr deutlich – ist überragend. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die nach den 39 Gegentoren in Berlin heute richtig griffig in der Abwehr war und nach der Pause zusätzlich 20 Tore geworfen hat“, freute sich Bernhard Goldbach über den rundum gelungenen Auftritt. Zur Spielerin des Spiels wurde Kreisläuferin Sophia Ewald gewählt. Durch den deutlichen Erfolg wurde der hervorragende sechste Tabellenplatz verteidigt und die Mitkonkurrenten distanziert. Am nächsten Samstag wollen die Bunkerladies beim TuS Lintfort nachlegen.
ESV 1927 Regensburg:
Tor: Arno, Jaeschke
Feld: Kessler, Birnkammer je 5, F. Peter 5/4, Lettl 4/1, Ewald 3, Hahn 3/1, Fuhrmann, Stürenburg je 2, Mustafic, Opitz, Kollmer je 1, L. Goldbach 1/1 sowie Härtl und Feles

