Für Mila Goldbach vom ESV 1927 Regensburg erfüllte sich vergangene Woche ein Traum: Die 14-Jährige wurde als jüngerer Jahrgang von den Landestrainern des Bayerischen Handball-Verbandes (BHV) für den Deutschland Cup in Hannover nominiert.
In der Gruppenphase der Deutschen Meisterschaft der Handball-Landesverbände traf der BHV zunächst auf den Berliner HV. Nachdem der Freistaat nach dem ersten Durchgang mit 5:12 fast aussichtlos zurücklag, durfte Mila Goldbach die gesamte zweite Hälfte spielen. Ihre starken 6 Tore bei sieben Versuchen von Linksaußen brachten den BHV wieder zurück in Spiel. Am Ende unterlag man den Hauptstädterinnen jedoch denkbar knapp mit 22:23.
Entsprechend unter Druck stand der BHV dann gegen Thüringen und Brandenburg, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Mit 30:22 und 24:21 wurden beide Aufgaben jedoch gelöst, gegen Berlin steuerte die in der C- und B-Jugend des ESV aktive Regensburgerin zwei Tore bei. Im Viertelfinale wartete mit dem verlustpunktfreien Sachsen dann eine hohe Hürde, die trotz zweier Goldbach-Tore nicht übersprungen werden konnte. Endstand 23:29 aus BHV-Sicht.
Im ersten Platzierungsspiel zog Bayern gegen den HV Niedersachsen-Bremen mit 25:28 den Kürzeren, im Spiel um Platz sieben gelang die Revanche gegen Berlin und der BHV siegte mit 28:26. Trotz aufgrund des Alters dosierter Spielanteile überzeugte Mila Goldbach und darf sich Hoffnungen auf eine weitere Teilnahme mit ihrem Jahrgang 2011 in 2027 machen. Damit würde sie es ihrer älteren Schwester Leni gleichtun, die zweimal den Deutschland Cup bestreiten durfte. Bayerns einziger Frauen-Bundesligist stellt aus seiner Talentschmiede regelmäßig Eigengewächse für den Deutschlands Cup ab: Im Vorjahr holten Mila Goldbachs Mitspielerinnen Antonia Habenschaden und Lara Schmied die Deutsche Vizemeisterschaft.

